Wie läuft es am TDS während der Krise?

Thomas Härry unterrichtet Bibelkunde im Fernunterricht

Der Unterricht verläuft gemäss Stundenplan – aber seit dem 16. März ist es digitaler Unterricht. 

Die Studierenden hören und sehen daheim am Bildschirm die Dozierenden und die ganze Klasse. Sie heben die Hand und äussern ihre Gedanken, sie treffen sich in digitalen Lerngruppen, präsentieren vor der Klasse Resultate, lesen Texte und schreiben Reflexionen, erarbeiten Praxisbezüge - wie auch sonst im Präsenzunterricht. Sogar für die Pausen gibt es eine elektronische Begegnungszone! Ein Teil der Praktika kann aber nicht wie geplant stattfinden, Katechetik-Prüfungen werden aufgeschoben.

Die Dozierenden unterrichten über den Bildschirm. Für jede Lektion stellen sie den Studierenden vorgängig Texte, Zeitplanung, Gruppeneinteilungen und Arbeitsaufträge zu. Korrekturarbeiten stehen an, zusätzliche Organisation und Koordination sind nötig, eine gestiegene Flut von Mails wartet teils länger als sonst auf die Beantwortung. 

Im TDS-Gebäude hält das ganze Verwaltungsteam die Festung und gewährleistet die Fortführung des Betriebs – danke! Alle anderen arbeiten möglichst vom home-office aus. Die Einnahmen von Raumvermietungen und Kursen sind weggebrochen. So trifft die Krise das TDS auch finanziell.

In allem Herausfordernden überwiegt die Dankbarkeit gegenüber Gott. Es ist erstaunlich, wie gut die Umstellung - auch dank der Flexibilität und dem grossen Engagement aller Beteiligten - gelungen ist. Natürlich kommen persönliche Kontakte zu kurz, aber gleichzeitig geben Studierende vor der ganzen digitalen TDS-Gemeinschaft bewegende persönliche Berichte weiter, wie sie die Herausforderungen erleben, wie sie darin Gott erleben – und wie die Krise für sie zur Chance wird. 

Felix Studer