Praktika
TDS-Absolventinnen und Absolventen engagieren sich in den unterschiedlichsten Einsatzfeldern. In der Berufspraxis in Gemeinden oder christlichen und säkularen Institutionen bringen sie ihre diakonische und theologische Kompetenz mit persönlicher Leidenschaft ein. Sie leisten mit ihrer diakonischen Professionalität einen qualifizierten Einsatz im In- und Ausland und bringen sich dort ein, wo «man doch etwas tun sollte...». Das Spektrum reicht von der Soforthilfe in der Drogenszene über Jugendarbeit, Beratungsaufgaben, Religionsunterricht bis hin zu langfristiger Aufbauarbeit in Gemeinde und Mission.
Sozialpraktikum (12 Wochen)
Das Sozialpraktikum findet in sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel in Beratungsstellen, Therapieeinrichtungen, Behindertenheimen oder arbeitsagogischen Werkstätten statt.
Im Sozialpraktikum werden folgende Zielsetzungen angestrebt:
Die Praktikantinnen, Praktikanten
- erhalten Einblick in ein soziales Problemfeld und dessen Hintergrund, in ein Angebot der kirchlichen Diakonie und / oder öffentlichen Fürsorge und in deren Organisationsstruktur und Vernetzung.
- formulieren für ihr Praktikum Zielsetzungen, die sie in verschiedenen Schritten überprüfen, umsetzen, anpassen und evaluieren.
- lernen, sich angemessen in andere Menschen einzufühlen und setzen sich aktiv mit der Gestaltung von beruflichen Beziehungen und ihrer Rolle als Praktikant/in auseinander.
- lernen ein vielfältiges Angebot an Methoden und Interventionsmöglichkeiten innerhalb der sozialen Arbeit kennen und anwenden.
- erlernen Grundsätze für eine gelingende Teamzusammenarbeit.
- reflektieren Lernerfahrungen im Praktikum und vernetzen diese mit erworbenem theoretischen Erkenntnissen aus dem Unterricht und bisherigen Lebenserfahrungen.
- erkennen persönliche Gaben und Begrenzungen und lernen, sich realistisch einzuschätzen.
Die Studierenden werden in der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz unterstützt, erhalten eine Einführung in die Soziale Arbeit und werden während dem Sozialpraktikum durch das TDS begleitet.
Gemeindepraktikum (18 Wochen)
In Evangelisch-Reformierten Gemeinden (Landeskirchen)
Im Gemeindepraktikum werden folgende Zielsetzungen erreicht:
- Einblick erhalten und Fertigkeiten einüben in verschiedenen Bereichen der Gemeindearbeit.
- Kennen lernen der Organisationsstruktur der Kirchgemeinde
- Vertraut werden mit der Rolle und dem Aufgabenbereich einer/eines Sozialdiakons/in
- Begleitung der regelmässigen Praxisanleitungsgespräche
Im kirchliche Gemeindepraktikum werden in erster Linie sozialdiakonische Aufgaben gelernt und eingeübt, dazu gehört die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, auf Einzelpersonen, Paare, und Familien bezogene Aufgaben, zielgruppenspezifische Angebote, Arbeit mit Freiwilligen und Gemeinwesenarbeit, Sozialdienst, Projektarbeit, Gottesdienstgestaltung sowie Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit.
Integriert in das Gemeindepraktikum findet ein Teil der Katechetikausbildung statt.
Wahlpraktikum (8 Wochen)
- Im Ausland: Missionarisch-diakonischer Einsatz, soziale und diakonische Projekte
- In der Schweiz: In kirchlichen, evangelistischen, sozialen, zivilgesellschaftlichen, politischen Institutionen
Katechetikpraktikum (ausbildungsbegleitend im 2. und 3. Studienjahr)
Während zwei Jahren sammeln die Praktikantinnen und Praktikanten praktische Erfahrungen im Unterrichten. Dabei unterrichten sie auf verschiedenen Klassenstufen. Sie werden in drei Unterrichtspraktika durch Mentoren begleitet in Form von Unterrichtsbesuchen, Auswertungen, Supervision. Anfangs tragen die Praktikantinnen und Praktikanten noch nicht selbst die Verantwortung für das Führen einer Klasse, im dritten Praktikum führen sie eine Klasse selbständig . Gesamt-Lektionenzahl: mindestens 42 Lektionen (plus Auswertungsgespräche). Die Unterrichtspraktika werden begleitet von Unterricht in den Fächern Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Religionspädagogik, Fachdidaktik, Unterrichtsmethodik und Jugendarbeit. Die Praktika dienen der Vernetzung von Theorie und Praxis.
Lernziele
Die Praktikantinnen und Praktikanten erreichen persönliche und didaktische Kompetenz, um unter Einbezug geeigneter Lehrmittel und Lehrpläne selbständig Konfirmandenunterricht und Religionsunterricht auf allen Stufen zu planen, vorzubereiten und zu erteilen. Ihr Unterricht enthält handlungsbetonte, informative und kommunikative Elemente, ist geprägt von Echtheit sowie Vertrauen und achtet die persönliche Situation und Meinung der Schülerinnen und Schüler.
Die Studierenden sind fähig, ihre Lektionen abwechslungsreich zu rhythmisieren und altersgemäss zu gestalten.
Die Praktikantinnen und Praktikanten werten jede Lektion auf den entsprechenden Formularen schriftlich aus. Sie besuchen sich gegenseitig in ihren Lektionen und reflektieren die gehaltenen Lektionen unter Einbezug von Selbst- und Fremdwahrnehmung. Sie integrieren die dadurch gewonnenen Einsichten in ihre Unterrichtspraxis.
Ausbildungssupervision
Die praxisbezogene Ausbildung wird durch eine Ausbildungssupervision in Gruppen begleitet.



