TDS Aarau
Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau
Frey-Herosé-Strasse 9
5000 Aarau
Tel. 062 836 43 43
Berufsbegleitende Diplomausbildung
Die berufsbegleitende, vierjährige Diplomausbildung setzt sich aus zwei Schwerpunkten zusammen: Studium (50 %, Unterricht jeweils Montag und Dienstag) und Gemeindepraxis in einer reformierten Kirchgemeinde.
Die Gemeindepraxis beinhaltet eine Teilzeitanstellung zu 50 % (spätestens ab dem 2. Ausbildungsjahr) als Sozialdiakonin/Sozialdiakon in einer evangelisch-reformierten Kirchgemeinde. Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz werden im Studium erlernt, in der Praxis erprobt und im Unterricht reflektiert, so wird durch dieses Ausbildungskonzept eine ständige Verknüpfung von Unterrichtsstoff und Praxiserfahrung gewährleistet.
Durch professionelles Mentoring wird die Theorie-Praxisverknüpfung unterstützt und eine berufsspezifische Begleitung ermöglicht.
Die kirchliche Gemeindepraxis beinhaltet sozialdiakonische Aufgaben, dazu gehören auf Einzelpersonen, Paare, Familien und Lebensgemeinschaften bezogene Aufgaben, zielgruppenspezifische Aufgaben, Arbeit mit Freiwilligen und Gemeinwesenarbeit, sowie Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit.
Die berufsbegleitende Ausbildung umfasst 2164 Lektionen plus 3671 Lernstunden.
Total: 5835 Stunden = 194.5 Kreditpunkte
Die berufsbegleitende Ausbildung führt zum Diplom, das von der Diakonatskonferenz der Evangelisch-reformierten Landeskirchen der deutschen Schweiz anerkannt ist. Die Katechetikausbildung ist integriert.
Sozialpraktikum (12 Wochen)
Das Sozialpraktikum findet in sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel in Beratungsstellen, Therapieeinrichtungen, Behindertenheimen oder arbeitsagogischen Werkstätten statt.
Im Sozialpraktikum werden folgende Zielsetzungen angestrebt:
Die Praktikantinnen, Praktikanten
- erhalten Einblick in ein soziales Problemfeld und dessen Hintergrund, in ein Angebot der kirchlichen Diakonie und / oder öffentlichen Fürsorge und in deren Organisationsstruktur und Vernetzung.
- formulieren für ihr Praktikum Zielsetzungen, die sie in verschiedenen Schritten überprüfen, umsetzen, anpassen und evaluieren.
- lernen, sich angemessen in andere Menschen einzufühlen und setzen sich aktiv mit der Gestaltung von beruflichen Beziehungen und ihrer Rolle als Praktikant/in auseinander.
- lernen ein vielfältiges Angebot an Methoden und Interventionsmöglichkeiten innerhalb der sozialen Arbeit kennen und anwenden.
- erlernen Grundsätze für eine gelingende Teamzusammenarbeit.
- reflektieren Lernerfahrungen im Praktikum und vernetzen diese mit erworbenem theoretischen Erkenntnissen aus dem Unterricht und bisherigen Lebenserfahrungen.
- erkennen persönliche Gaben und Begrenzungen und lernen, sich realistisch einzuschätzen.
Die Studierenden werden in der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz unterstützt, erhalten eine Einführung in die Soziale Arbeit und werden während dem Sozialpraktikum durch das TDS begleitet.
Katechetikpraktikum (ausbildungsbegleitend im 2. und 3. Studienjahr)
Während zwei Jahren sammeln die Praktikantinnen und Praktikanten praktische Erfahrungen im Unterrichten. Dabei unterrichten sie auf verschiedenen Klassenstufen. Sie werden in drei Unterrichtspraktika durch Mentoren begleitet in Form von Unterrichtsbesuchen, Auswertungen, Supervision. Anfangs tragen die Praktikantinnen und Praktikanten noch nicht selbst die Verantwortung für das Führen einer Klasse, im dritten Praktikum führen sie eine Klasse selbständig . Gesamt-Lektionenzahl: mindestens 42 Lektionen (plus Auswertungsgespräche). Die Unterrichtspraktika werden begleitet von Unterricht in den Fächern Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Religionspädagogik, Fachdidaktik, Unterrichtsmethodik und Jugendarbeit. Die Praktika dienen der Vernetzung von Theorie und Praxis.
Lernziele
Die Praktikantinnen und Praktikanten erreichen persönliche und didaktische Kompetenz, um unter Einbezug geeigneter Lehrmittel und Lehrpläne selbständig Konfirmandenunterricht und Religionsunterricht auf allen Stufen zu planen, vorzubereiten und zu erteilen. Ihr Unterricht enthält handlungsbetonte, informative und kommunikative Elemente, ist geprägt von Echtheit sowie Vertrauen und achtet die persönliche Situation und Meinung der Schülerinnen und Schüler.Die Studierenden sind fähig, ihre Lektionen abwechslungsreich zu rhythmisieren und altersgemäss zu gestalten.Die Praktikantinnen und Praktikanten werten jede Lektion auf den entsprechenden Formularen schriftlich aus. Sie besuchen sich gegenseitig in ihren Lektionen und reflektieren die gehaltenen Lektionen unter Einbezug von Selbst- und Fremdwahrnehmung. Sie integrieren die dadurch gewonnenen Einsichten in ihre Unterrichtspraxis.
Ausbildungssupervision
Die praxisbezogene Ausbildung wird durch eine Ausbildungssupervision in Gruppen begleitet.
