Praxisausbildung

Das Ziel der Praxisausbildung ist die praktische Berufskompetenz im Feld der Sozialdiakonie und der Gemeindeanimation. Die Studierenden lernen ausgewählte Handlungsfelder gründlich kennen, erwerben sich berufsfeldbezogene Qualifikationen und setzen Studienwissen in professionelles Handeln um. Die Praxisausbildung erfolgt unter Anleitung der Praxisausbildnerin/des Praxisausbildners und wird von einer Dozentin / einem Dozenten des TDS Aarau begleitet. Sozial- und Gemeindepraktika werden durch Supervision in Gruppen unterstützt.


Die Praxisausbildung umfasst vier Module:

1. Modul: Sozialpraktikum (18 Wochen)

Das Sozialpraktikum findet in Institutionen der Sozialen Arbeit wie z. B. Beratungsstellen, Therapiestationen, Gemeinschaftszentren, Wohngemeinschaften für Menschen mit Beeinträchtigungen, Arbeitsintegrations-Strukturen usw. statt.


Im Sozialpraktikum werden folgende Ziele angestrebt:


Die Praktikantinnen und Praktikanten

  • erarbeiten sich einen Einblick in ein soziales Problemfeld/einen Sozialraum und dessen Hintergrund (Zusammenhänge, Zielgruppen, Prävention, Intervention ...).
  • setzen sich mit einem Angebot der Sozialen Arbeit/Sozialdiakonie und dessen Vernetzung auseinander.
  • erweitern ihr Methodenrepertoire im Bereich der Sozialen Arbeit.
  • reflektieren ihre professionelle Nähe und Distanz zu den Klienten und Klientinnen und gestalten die Beziehungen angemessen und empathisch.
  • formulieren aufgrund ihrer Beobachtungen und Erfahrungen Empfehlungen für eine gelingende Teamarbeit.
  • erweitern anhand von selbstformulierten Lernzielen ihre Fach-, Selbst-, Sozial- und spirituellen Kompetenzen.
  • reflektieren Lernerfahrungen im Praktikum und verknüpfen diese mit erworbenen theoretischen Erkenntnissen aus dem Unterricht sowie bisherigen Lebenserfahrungen.
  • setzen sich mit ihrer Rolle als Praktikant, Praktikantin auseinander.
  • analysieren persönliche Stärken und Grenzen und schätzen ihre Beiträge realistisch ein.

Die Studierenden werden in der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz unterstützt und erhalten eine Einführung in die Soziale Arbeit. Das Sozialpraktikum wird vom Praxisausbildner/von der Praxisausbildnerin fachlich geleitet und beurteilt, seitens des TDS Aarau von der Praxisbegleitung betreut sowie qualifiziert und durch die Gruppensupervision unterstützt.

2. Modul: Gemeindepraktikum (18 Wochen)

Das Gemeindepraktikum findet in einer evangelisch-reformierten Kirchgemeinde statt. Im Gemeindepraktikum werden gemeindeanimatorische Kompetenzen erworben und eingeübt. Dazu gehören die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, auf Einzelpersonen, Paare und Familien bezogene Aufgaben, Altersarbeit, zielgruppenspezifische Angebote, Arbeit mit Freiwilligen sowie Gemeinwesenarbeit und Projektarbeit. Integriert in das Gemeindepraktikum findet ein Teil des religionspädagogischen Praktikums statt.


Im Gemeindepraktikum werden folgende Ziele angestrebt:


Die Praktikantinnen und Praktikanten

  • erhalten Einblick und üben Fertigkeiten in verschiedenen Handlungsfeldern der Gemeindeanimation ein.
  • analysieren und erfassen die Organisationsstruktur und das Umfeld der Kirchgemeinde.
  • werden mit der Rolle und dem Aufgabenbereich eines Sozialdiakons/einer Sozialdiakonin vertraut.

Das Gemeindepraktikum wird vom Praxisausbildner/von der Praxisausbildnerin fachlich geleitet und beurteilt, seitens des TDS Aarau von der Praxisbegleitung betreut sowie qualifiziert und durch die Gruppensupervision unterstützt.

3. Modul: Religionspädagogisches Praktikum (während dem     2. und 3. Ausbildungsjahr)

Das religionspädagogische Praktikum findet in Klassen der öffentlichen Schule sowie in kirchlichen Settings auf Unter-, Mittel- und Oberstufe statt. Themenbezogene Blockveranstaltungen (z.B. Halbtage) ergänzen oder ersetzen dabei klassische Einzellektionen oder Doppelstunden.


Im religionspädagogischen Praktikum werden folgende Ziele angestrebt:


Die Praktikantinnen und Praktikanten

  • analysieren Voraussetzungen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und gehen mit ihren Angeboten und Aktivitäten darauf ein.
  • erreichen persönliche und didaktische Kompetenz, um selbständig abwechslungsreichen Unterricht, welcher Teilnehmende zur Partizipation anregt, auf allen Stufen zu planen und durchzuführen.
  • achten die persönliche Situation und Meinung der Teilnehmenden und erreichen durch handlungsbetonte, informative und kommunikative Elemente sowie durch ein von Echtheit und Vertrauen geprägtes Auftreten, dass die Teilnehmenden Empowerment und Ermutigung erfahren.
  • leisten durch ihre didaktischen und pädagogischen Tätigkeiten Beiträge zur Identitäts- und Rollenfindung sowie zur Sucht- und Gewaltprävention bei Jugendlichen.
  • werten Anlässe auf entsprechenden Formularen schriftlich aus und reflektieren sie unter Einbezug von Selbst- und Fremdwahrnehmung. Sie integrieren die dadurch gewonnenen Einsichten in ihre didaktisch-animatorische Praxis.

Das religionspädagogische Praktikum wird von erfahrenen Lehrpersonen geleitet sowie beurteilt und seitens des TDS Aarau von der Praxisbegleitung betreut sowie qualifiziert.

4. Modul: Wahlpraktikum (8 Wochen)

Das Wahlpraktikum ermöglicht den Studierenden, ein Berufsfeld kennen zu lernen, das sie besonders interessiert, und kann so der Berufsfindung dienen. Es findet in einer christlichen Institution, Organisation oder Kirche mit gemeindeanimatorischem Arbeitsfeld im In- oder Ausland statt.


Im Wahlpraktikum werden folgende Ziele angestrebt:


Die Praktikantinnen und Praktikanten

  • vertiefen ihre berufspraktischen Kompetenzen.
  • erfahren eine Horizonterweiterung in einem unbekannten Praxisfeld oder Setting.
  • setzen sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinander.

Das Wahlpraktikum kann mit der Diplomarbeit kombiniert werden.

 

Die Studierenden werden in der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz durch das TDS Aarau unterstützt. Die Begleitung während des Praktikums erfolgt durch die Praxis-Institution.